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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 620 mal aufgerufen
 ... ist z. B. Eure/Ihre ganz persönliche Kunst-Definition
Sabine Pint Offline




Beiträge: 53

09.08.2007 09:37
Einstieg antworten
Ich hoffe auf Beteiligung und (gerade auch!) Austausch untereinander!

Sabine Pint Offline




Beiträge: 53

03.10.2007 15:49
#2 RE: Einstieg antworten

Auch aus aktuellem Anlass hier meine: Kunst bedeutet für mich, dass jemand mit seiner Arbeit es schafft, einen anderen etwas "neu sehen" zu lassen, anders als gewohntermaßen.

Das ist Dialog, und er kann immer, zu jeder Zeit und zwischen allen möglichen Menschen geschehen.

Gehört nicht mehr zu der Definition - die soll ja kurz sein - aber irgendwie auch dazu:

Heute und in den vergangenen Tagen wollten wieder einmal Menschen, die sich akademisch mit dem Thema auseinandersetzen, mir die Kompetenz einer solchen Definition absprechen. Ich definiere zwar etwas - vielleicht wird das schon als arrogant empfunden - aber ich denke, ich gebe allen Menschen damit eine Freiheit, die die Kunst etwas sein lässt, das den Menschen innerlich dient, jenseits von Statussymbolen. Vielleicht ist das hochgegriffen, vielleicht ist das arrogant, aber ich kann das nicht fühlen. Ich fühle im Gegenteil, dass es die Kunst von Elitedenken befreit und nicht festlegt, wer wie etwas sehen oder fühlen soll. Das wäre in meinen Augen Arroganz.

Wenn man ein Fach studiert, dann hat man dieses bestimmte Wissen. Dieses Wissen kann man untereinander austauschen, und auch Dinge, die auf diesem Wissen begründet sind. Kein Akademiker hat es aber bisher geschafft - obwohl ohne Beleg behauptet -, mein Denken ad absurdum zu führen, und trotzdem steht mir angeblich keine Meinung zu diesem abstrakten Begriff "Kunst" zu, die diskussionsfähig wäre. Ich kann diese Meinung haben, aber bedeuten tut sie nichts.

Ich fordere gerne Menschen auf, mich zu widerlegen. Ich möchte nicht auf einem Standpunkt verharren, hinter dem ich irgendwann selbst nicht mehr stehe. Aber bitte, jenseits von: 'das kannst du nicht wissen; du hast es nicht studiert'. Das ist zu einfach. Ein Totschlagsargument. Es geht um den Begriff. Wo liege ich falsch? Habe ich behauptet, in die Kunstgeschichte einzugehen? Habe ich jemals eines meiner Bilder oder das eines anderen diesbezüglich zur Diskussion gestellt? Nein. Das eine ist die Kreativität, die ich lebe. Das andere ist eine Ansicht, in Jahren gewachsen und durch Kontakte zum etablierten Kunstbetrieb gefestigt - ich warte auf eine Widerlegung.

Ich warte ernsthaft...

Vigi Offline



Beiträge: 3

21.10.2008 09:18
#3 RE: Einstieg antworten

Deine Kunstdefinition trifft schon des Pudels Kern. Bei der Kunst wird man quasi gezwungen, etwas mit des Künstlern Augen zu sehen, einen neuen Standpunkt einzunehmen. Und sehr wahrscheinlich wird man so ganz neuen Blickwinkel erreichen, wenn man sich darauf einlässt.

Der Rest Deines Schreibens erinnert mich an bißchen an die Sendung '1000 Meisterwerke', wo die Gemälde berühmter Künstler bis ins kleinste Detail seziert wurden. Da habe ich mich jetzt immer gefragt, hat der Künstler das wirklich so gemeint oder möchte man dies einfach reininterpretieren. Was ich damit sagen möchte, ein Kunstakademiker kann einem natürlich genauso wie in der Sendung auf solche Sachen aufmerksam machen, aber ein größerer Künstler oder Kunstkenner muss er deshalb nicht sein.

Sabine Pint Offline




Beiträge: 53

22.10.2008 12:20
#4 RE: Einstieg antworten

Hallo Vigi, hallo alle anderen,

ja. Der Akademiker hat schlicht mehr Wissen auf diesem Gebiet als die meisten anderen, und es ist eine Frage der Definition, was sein (des Akademikers) spezieller Kunstverstand bedeutet - inwieweit er (der Verstand) auf diesem Gebiet (der Kunst) Grundlage sein kann für alle anderen Menschen.

Auf dem Gebiet der Kunst habe ich erfahren, dass es keine Grundlage gibt, die für alle anderen Menschen gleichermaßen gilt...

für mich gibt es nicht das Kunstverständnis...

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